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Wie man einen Regenbogen in der Wiese findet

 

Die Wiese mit ihren Pflanzen, Tieren und den Nahrungsbeziehungen ist ein bedeutendes Thema im Heimat- und Sachunterricht der ersten Klasse. Dabei lernt es sich natürlich am besten vor Ort.
Und da die Grund- und Mittelschule Bodenmais Naturparkschule ist, erhielten die Klassen 1a und 1b der Grund- und Mittelschule Bodenmais in den letzten zwei Wochen an drei Tagen die Möglichkeit eine Wiese real zu erkunden, um die Lerninhalte vor Ort zu verstehen.
Zusammen mit ihren jeweiligen Klassenlehrerinnen und den Rangern des Naturparks Bayerischer Wald Carina Kronschnabl und Johannes Matt, sowie deren Umweltpraktikanten der Commerzbank Juri Felde machten sie sich auf, um eine Wiese in all ihrer Vielfalt kennen zu lernen.

Zunächst wurden die Schüler jeweils im Pausenhof durch passende Spiele an das Thema des Tages, Pflanzen bzw. Tiere, herangeführt. So erfuhren sie am ersten Tag einiges über die Teile der Pflanzen – von der Wurzel bis zur Blüte und wofür die Pflanzen die verschiedenen Teile brauchen.
Sie lernten auch die verschiedenen Wiesen, die es in ihrer Heimat gibt, kennen. Dabei gibt es Wiesen, auf denen die Blumen und Pflanzen noch natürlich wachsen können und die in ihrer Artenvielfalt sehr reichhaltig sind. Das sind inzwischen jedoch leider sehr wenige, wie die Schüler erfuhren. Viele Wiesen werden regelmäßig gemäht, so dass sich dort kaum Tiere und Blumen halten können. Auf Wiesen, die sehr oft gemäht werden, wächst meist nur noch der Hahnenfuß. Zum Glück ließ sich aber in der Nähe der Schule ein kleines Stück Wiese finden, auf der das ökologische Gleichgewicht noch funktioniert, so dass es möglich war, einen Regenbogen auf der Wiese zu entdecken.
Die Ranger hatten ein großes, regenbogenfarbenes Tuch dabei. Die Schüler erhielten die Aufgabe, zu jeder Farbe eine dazugehörige Pflanze zu finden. Bis auf die Farbe Orange war dies für alle Farben möglich. Eine passende Blume in Orange konnte dann am nächsten Tag im Klassenzimmer ergänzt werden. So war der Regenbogen komplett.

Spannend gestaltete sich für die Kinder auch der Teil über die Tiere der Wiese. Ausgerüstet mit Becherlupen und kleinen Pinseln erkundigten sie voller Begeisterung die Wiese nach Tieren und lernten dabei, dass auf der Wiese viele verschiedene Insekten lebten und diese an ihren sechs Beinen zu erkennen sind. Anschließend wurden die Nahrungsbeziehungen zwischen Pflanzen und Tieren auf der Wiese mit einem Spiel dargestellt. Über Rätsel fanden die Kinder heraus, welche Pflanze bzw. welches Tier von wem gefressen wird und wer wen zum Überleben braucht. Die Beziehungen wurden dabei mit einem Netz aus Wolle, in dem die Schüler selbst Teile waren, nachvollzogen. Zwei Schüler gestalteten dies parallel an einem Brett nach, so dass das komplizierte Zusammenspiel der Tier- und Pflanzenwelt auch noch im Nachhinein für alle sichtbar ist. Das Brett wird an der Schule ausgestellt.
Beeindruckend war abschließend zu sehen, wie schnell das Gleichgewicht gestört wird, wenn nur ein Teil des Nahrungsnetzes, z.B. durch Eingriffe des Menschen, verloren geht.
Eine wichtige Erkenntnis, die die Schüler an diesem Tag mit nach Hause nahmen war, wie bedeutend es auch für den Menschen ist, dass er im Einklang mit der Tier- und Pflanzenwelt.

(Bettina Grüner)

 

Mit Anton Auerhahn der Natur auf der Spur

Grund- und Mittelschule Bodenmais ist nun Naturpark-Schule

 

Seit diesem Schuljahr begleitet Anton Auerhahn zusammen mit seinen Freunden Susi Schmetterling, Finny Fledermaus, Luki Luchs und Flip Fischotter insgesamt sechs Schulen im Naturpark Bayerischer Wald im Schulalltag. Eine davon ist die Grund- und Mittelschule Bodenmais. Naturpark Vorsitzender Heinrich Schmidt überreichte dem Schuldirektor Richard Lang die Urkunde als „Naturpark-Schule“. Corona-bedingt musste die Übergabe kleiner ausfallen und die geplante größere Vorstellung wird für das kommende Jahr vorgesehen.

Die kleinen Naturforscher der Grundschule werden zusammen mit den Naturpark- Mitarbeitern dabei verschiedene Lebensräume im Naturparkgebiet erkunden. Es erwarten sie viele Ausflüge in die naheliegende Natur, beispielsweise auf den Bauernhof, auf die Wiesen, zu Hecken, in den Wald oder zu den Gewässern. Dabei wird an den bestehenden Lehrplan angeknüpft und der Unterricht mit verschiedenen Projekttagen ergänzt. Beispielsweise haben so bereits alle Jahrgangstufen bei den ersten Einführungsveranstaltungen Anton Auerhahn als Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald und seine Freunde näher kennen gelernt. Auch wurden bereits Projekttage zu Biber und Fischotter, ein Ausflug zum benachbarten Bauernhof und in den Wald gemeinsam mit dem Förster unternommen. Denn bei dem Konzept der Naturpark-Schule werden örtliche Partner wie Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bayerische Staatsforsten, örtliche Landwirte und Fischereiverein und weitere mit eingebunden.

Im Rahmen des bundesweiten Konzepts „Naturpark-Schulen“ bringen Naturparke den Schülerinnen und Schülern die Heimat vor Ort als vielfältigen Lern- und Erfahrungsort nahe, sensibilisieren sie für die Besonderheiten und ermöglichen einen regionalen Bezug zu den Lehrplänen sowie die unmittelbare Erfahrung von Natur und Kultur im Umfeld der Schule. Kern des Netzwerks „Naturpark-Schulen“ des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) ist der Aufbau einer festen, dauerhaften Kooperation zwischen den Naturparken und Schulen. Die Auszeichnung zur Naturpark-Schule erfolgt nach speziellen Kriterien, nach denen sich die Schulen verpflichten, Naturparkthemen und Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung regelmäßig im Unterricht zu verankern und damit auch einen Beitrag zur Umweltbildung zu leisten.

„Wir freuen uns sehr die Auszeichnung als Naturpark-Schule vom Naturpark Bayerischer Wald erhalten zu haben. Unsere Schülerinnen und Schüler werden dabei unter professioneller Begleitung der Naturpark-Mitarbeiter über lehrreiche Umweltbildungsaktivitäten an die heimische Natur herangeführt und haben richtig Spaß dabei“, so Richard Lang, Rektor der Grund- und Mittelschule Bodenmais. Auch dankt er den engagierten Lehrkräften der 1. bis 4. Klasse, die die Projekttage mit dem Naturpark organisieren und abstimmen.

„Der Markt Bodenmais als Schulaufwandsträger unterstützt die Aktivitäten, die im Rahmen der Naturpark-Schule stattfinden, voll umfänglich. Es ist sehr schön, dass die Schülerinnen und Schüler die besonderen Ecken und die Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt rund um Bodenmais noch näher kennen und wertschätzen lernen“, erläutert Joachim Haller, 1. Bürgermeister des Markts Bodenmais.

„Mit der Grund- und Mittelschule Bodenmais haben wir als Naturpark Bayerischer Wald seit den letzten Jahren bereits einige Projekttage, sowie gemeinsame Veranstaltungen, wie Natura-2000-Tag am Silberberg oder zur Vogelschutzrichtlinie am Großen Arbersee, durchgeführt. Daher haben wir sie als eine der sechs Naturpark-Schulen auserwählt“, so der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt und ergänzt: „Wir sind sehr erfreut, dass wir nun die Kooperation, die die Ranger und Gebietsbetreuer des Naturparks mit abwechslungsreichen Projekttagen mit Leben füllen, nochmals vertiefen und ausbauen werden“.

 

Im Vordergrund Richard Lang und Heinrich Schmidt bei der Urkundenübergabe als Naturparkschule an der Grund- und Mittelschule Bodenmais. Schüler und Schülerinnen mit ihren Maskottchen für die jeweilige Jahrgangsstufe. Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion; Martin Graf, Naturpark-Ranger und Joachim Haller, 1. Bürgermeister des Markts Bodenmais im Hintergrund (Bildautor: Fuchs, Bayerwaldbote PNP)

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter  09922  80 24 80 zur Verfügung,

 

Johannes Matt

Kinder der Grundschule Bodenmais verschönern Naturpark- Umweltstation

Die Silhouetten der 18 im Bayerischen Wald vorkommenden Fledermausarten schmücken seit vergangener Woche den Fledermausspielplatz an der Umweltstation im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein. Gestaltet wurden sie von den Schülern der vierten Klasse der Grundschule Bodenmais, die der Einladung der Umweltstation in Bayerisch Eisenstein gefolgt waren und einen erlebnisreichen Tag im historischen Grenzbahnhof verbringen durften. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter der Umweltstation Johannes Matt und der Commerzbank-Umweltpraktikantin Jana Lütke Föller und wurden die zuvor im Unterricht bunt bemalten Holzfledermäuse am Außengelände der Naturparkwelten installiert. Dort präsentieren sie nun vorbeigehenden Besuchern die Vielfalt unserer heimischen Fledermäuse. Die Kinder hatten sich beim Bemalen größte Mühe gegeben, und konnten schließlich „ihre“ Fledermäuse sogar selbst aufhängen und anschrauben. Abgerundet wurde der Tag mit einem Rundgang und einem Rätsel durch die Fledermaus-Ausstellung in den NaturparkWelten und Spielen rund um die „kleinen Schatten in der Nacht“. Der Naturpark bedankte sich mit der Einladung bei den Kindern der vierten Klasse von Lehrerin Karin Besendorfer. Sie hatten zuletzt im Februar die Veranstaltung anlässlich desmatt 40 jährigen Jubiläums der Europäischen Vogelschutzrichtlinie mit einem eigens umgedichteten Lied musikalisch begleitet und sich besonders engagiert. Die enge Zusammenarbeit der Grund- und Mittelschule Bodenmais mit dem Naturpark Bayerischer Wald besteht bereits seit einigen Jahren und wird im neuen Schuljahr bestimmt fortgesetzt.

 

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